Das letzte Einhorn

Es herrscht immer Frühling in ihrem Wald, denn mit ihrer Magie wacht sie über ihn und dessen Bewohner. Doch schon lang nicht mehr hat sie ihresgleichen gesehen. Eines Tages muss sie von zwei Durchreisenden erfahren, dass sie das letzte ihrer Art ist, das letzte Einhorn. Diese Nachricht macht das Einhornweibchen rastlos und sie verspürt keinen Frieden mehr in ihrem Fliederwald. So wagt sie eine Reise, um die anderen Einhörner zu finden, die einst von König Haggard vertrieben wurden, weil er sie vom Roten Stier jagen ließ.

Großer Geschichtenerzähler: Peter S. Beagle 

Unterwegs trifft das Einhorn auf den unbegabten Zauberer Schmendrick und die Räuberbraut mit einem Herz aus Gold, Molly Grue. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, die unweigerlich an den Hof von König Haggard führt. Ein gefährliches Unterfangen, denn Schmendricks erwachende magische Kräfte verwandeln das letzte Einhorn in eine junge Frau, die sich fortan Lady Amalthea nennt. Nun ist sie zwar vor dem Roten Stier sicher, droht aber zu vergessen, wer sie wirklich ist. Sie spürt die Liebe zu den Menschen, vor allem zu einem. Der Königsohn Lír hat längst sein Herz an sie verloren. Nun muss sie sich entscheiden, zwischen einer menschlichen Verbindung oder der Suche nach ihren magischen Gefährten. 

„Das letzte Einhorn“

Leseempfehlung ab 12 Jahren

Sehnsucht, Liebe, Verbundenheit, Hilfsbereitschaft

Das Einhorn, das im Laufe seines langen Lebens kaum mehr spürte als Melancholie, ist nach dem Verlust seiner Unsterblichkeit in der Lage, in seinem menschlichen Körper Liebe zu empfinden, aber auch Leid. Die spätere Rückverwandlung macht jenes Fühlen nicht ungeschehen. So ist jenes Einhorn etwas ganz besonderes. Das macht „Das letzte Einhorn“ von Peter S. Beagle zu einem berührenden Meisterwerk, einem Klassiker der Fantasyliteratur. Nun liegt es bei Klett Cotta in einer wunderschönen Schmuckausgabe vor – optisch eine würdevolle Ausstattung für einen herzergreifenden Roman. Auch das Vorwort von Patrick Rothfuss trifft den Ton eines Geschichtenliebhabers, welcher um die Zeitlosigkeit des Einhorns weiß.

Die Fortsetzung „Der lange Weg nach Hause“, vereint die Geschichten „Zwei Herzen“ und „Sooz“, wobei letztere erstmalig erscheint. Im ersten Teil des Buches treffen der Zauberer Schmendrick und seine Gefährtin Molly Grue erneut auf einen inzwischen stark gealterten König Lír. Auch die neunjährige Sooz ist auf dem Weg zu Lír. Denn nachts steigt ein Greif wie ein zweiter Mond über ihrem Dorf auf, um Schafe und Ziegen zu holen. Als das mächtige Tier jedoch Kinder angreift, weiß das mutige Mädchen, dass sie die Hilfe des Königs erbitten muss. Wird dieser in einem letzten Kampf den Greif bezwingen können und vor allem, wird sich Lírs Lebenssehnsucht erfüllen und ihm Amalthea noch einmal erscheinen?

„Der lange Weg nach Hause“

Leseempfehlung ab 16 Jahren

Zugehörigkeit, Freundschaft, Familie

In „Sooz“ macht sich die inzwischen siebzehnjährige Retterin des Dorfes auf, um ihre verlorene Schwester Jenia zu finden. Einst haben sie die Traumigen geholt, die Bewohner des Feenlandes, wo die Uhren anders ticken. Eine Begleitung findet Sooz in Dakhoun, einem Wesen aus einer anderen Welt. Auf ihrem langen Weg entdeckt Sooz nicht nur die Wahrheit über Jenias Verschwinden, sondern auch die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft. Es wird eine Reise ins Außen wie ins Innen …

Das letzte Einhorn: Eintrittskarte für junge Leser in die Fantasy-Literatur

Peter S. Beagles Werke gehören unbestritten zu den beliebtesten Fantasy-Klassikern. „Das letzte Einhorn“, welches erstmalig 1968 erschien und bis heute mehrfach neu aufgelegt wurde, ist außerdem bekannt durch den gleichnamigen Zeichentrickfilm. Wer seinen Kindern die Welt der Fantasyliteratur schmackhaft machen will, der startet unbedingt mit „Das letzte Einhorn“, denn die stimmungsvolle Atmosphäre und die bildhafte Sprache werden gewiss ein bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Informationen zu den Kinderbüchern
Das letzte Einhorn (ISBN 978-3-608-98716-4)
Der Weg nach Hause (ISBN 978-3-608-98717-1)
Peter S. Beagle
Klett-Cotta
empfohlenes Alter ab 12/ 16 Jahren

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