Der kleine Bär und die Kummerkiste

Paulchen fürchtet sich. Vor dem Lärm. Vor der Unberechenbarkeit. Der Bärenjunge ist so von seiner Angst versteinert, dass er den Appetit verliert. Und er traut sich auch nicht, seine Schwester zum Ausflug an den Wasserfall zu begleiten. Zum Glück kennt Milli einen wunderbaren Trick, die Sorgen des kleinen Bruders zu schmälern. Mit Hilfe ihrer Kummerkiste zeigt sie Paulchen, dass es manchmal nur ein paar Worte bedarf, um die Angst loszulassen. Ob das dem Bärenkind helfen kann?

Liebenswerte Tiere in unberührter Naturidylle. Hasen und Bären, die ihre Draußenabenteuer genießen und füreinander da sind. Ein Stück heile Welt, so wirkt es auf den ersten Blick, welches wir auch unseren Kindern gern zu Füßen legen möchten. Doch es gibt ihn nicht diesen komplett angstfreien Raum – so sehr wir es uns auch wünschen. Wie gut dieses Kinderbuch von Suzanne Chiew und Sean Julian davon zu erzählen weiß, von jenen Sorgen, die auch die Kleinsten überrumpeln können und sich in ihren Gedanken manchmal aufbauschen und aufplustern. Der kleine Bär und die Kummerkiste, erschienen im Brunnen Verlag, weiß jedoch auch einen wunderbaren Ausweg aus der Schwarzmalerei.

“Manchmal wird die Angst kleiner, wenn man drüber spricht oder sie aufschreibt.”

Der kleine Bär und die Kummerkiste

Sorgen aufschreiben und loslassen. Diese Möglichkeit kennen viele Erwachse vom Tagebuchschreiben. Der kleine Bär und die Kummerkiste verwendet diese Idee in einer sehr ansprechenden Form. Die Kummerkiste der Bären kommt als funkelnde Sternenkiste daher, die alle Sorgen aufhebt, fortnimmt, den Kopf wieder frei macht für die guten Gedanken und den Blick auf das Abenteuer Leben.

Dies ist auch dem kleinen Bären bestimmt. Der Ausflug wird zum Glückstag voller guter Momente und Ausgelassenheit. Zudem weiß er seinen Erfahrungsschatz weiterzugeben an ein kleines Häschen, das sich im Dunklen fürchtet.

Der kleine Bär und die Kummerkiste bietet eine schöne Motivation, das eigene Sorgenmachen einmal zu überdenken. Wir dürfen nicht vergessen, dass es ganz normal ist, auch mal Angst zu haben. Jedoch kann sich das Hineinsteigern und permanentes Grübeln wahrhaftig als Sorgenfalle erweisen. Im gemeinsamen Besprechen der kindlichen Ängste und auch im Nachbasteln einer Kummerkiste öffnet sich eine Tür zu einem unbeschwerteren Alltag.

So ist Der kleine Bär und die Kummerkiste weitaus mehr als nur eine schöne Geschichte. In ansprechenden Bildern und sensibel formulierten Texten kommt hier ein Stück Lebenshilfe daher, welches der ganzen Familie gleichsam gut tut.


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Informationen zum Kinderbuch:

Der kleine Bär und die Kummerkiste*
Suzanne Chiew (Autor), Sean Julian (Illustrator)
Brunnen Verlag

empfohlenes Lesealter ab 4 Jahren

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