Sulwe

Sich auf Grund seines Äußeren ausgegrenzt zu fühlen, das ist eine Erfahrung, die bitter schmerzt. Lupita Nyong’o erzählt von dem Gefühl der Ohnmacht, welches immer noch viele dunkelhäutige Kinder begleitet, die auf Grund ihrer Hautfarbe gehänselt werden und sich als weniger wertvoll betrachten. Mit “Sulwe” hat die Oscarpreisträgerin ein hinreißendes Mutmachbuch geschaffen, das dringend notwendig war.

Während man die Schwester in den Kosenamen Mittagslicht hüllt, trägt Sulwe viel dunklere Töne. Das Mädchen ist ein mitternachtsfarbenes Geschöpf. Aber ihr Aussehen missfällt ihr und sie sehnt sich danach, ihre satten Farben zu verwandeln. Denn sie fühlt sich so anders, fremd, oft auch verspottet. Sulwe möchte sich anpassen und unbedingt eine Freundin haben. So bemüht sie sich verzweifelt, ihrer Haut mehr Helligkeit zu verleihen. Es sind Versuche, die scheitern.

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Ganz fest mit dem Radiergummi über die Haut schrubben, sich mit Mutters Make up den Teint heller schminken, nur weiße Lebensmittel essen, um blasser zu werden. Nichts von all dem verändert Sulwes Hautfarbe. Was bleibt ist die Trostlosigkeit über sich selbst, die auch die Mutter mit ihrer grenzenlosen Zuneigung nicht völlig fortzunehmen vermag. Erst eine Fabel über die Nacht und den Tag, zwei Schwestern, die ohneeinander nicht sein können, verändern Sulwes Blick auf ihr Dasein. Die tiefe Herzlichkeit der Erzählung, der Hinblick auf die Lebendigkeit, die Natürlichkeit der Kontraste, schenken ihr eine wertvolle Erfahrung. Das Kind erkennt, dass das wahre Licht aus ihrem Inneren heraus leuchtet. Und auch, dass ohne die Dunkelheit, das strahlendste Funkeln gar nicht sichtbar werden kann.

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Kraftvoll, gütig, wegweisend. “Sulwe” becirct als glänzender Stern im Kinderbuchregal.

“Sulwe” hebt den Toleranzgedanken ganz weit nach oben und löst Grenzen auf, um Vielfalt und Verbindung zu feiern! Vor allem aber setzt das Kinderbuch ein starkes Zeichen, sich so anzunehmen, wie man ist, anstatt sich in vermeintlicher Angepasstheit zu verbiegen oder gar wegzuducken. Selbstliebe kommt hier tatsächlich, dank der bezaubernden Illustrationen von Vashti Harrison, in sternenschönen Farben zum Ausdruck. Und diese Selbstliebe macht stark – ein Grundbaustein, den jedes Kind braucht, um gesund zu wachsen und die Welt positiv zu verändern.


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Informationen zum Kinderbuch:


Sulwe
Geschrieben von Lupita Nyong’o, illustriert von Vashti Harrison, übersetzt von Maisha Auma
Mentor Verlag

empfohlenes Lesealter ab 4 Jahren


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3 Replies to “Sulwe

  1. Die Zeichnungen sind wirklich wunderschön. Und es ist ein wichtiges Buch.
    Es hat mich als ich noch in Hamburg gewohnt habe und in Afrikanerkreisen verkehrt bin, sehr verwundert, dass es nicht sehr viele gab, die “black is beautiful” propagierten. Die Frauen versuchten oft, zumindest ihr Gesicht heller zu schminken und einen heller häutigen Mann zu haben, gab ihnen Prestige. Eigentlich war dies doch eine Haltung, die von den Weissen kamen, und ich hätte erwartet, dass man die verwerfen würde.

    1. Ich hoffe, dass sich das verändert und sich Frauen, Menschen generell, entgegen aller vorgefertigten Maßstäbe, als liebenswert empfinden können.

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