Rotzhase und Schnarchnase: Mörenklau im Bärenbau

Frau Bär hat sich eingekuschelt und hält Winterschlaf, als ihr plötzlich jemand auf die Nase tritt. Der Übeltäter ist schnell verschwunden und mit ihm Bärs Vorräte. Erstaunt findet sich Bär vor dem Höhleneingang wieder. Überall liegt noch Schnee. Wenn Bär schon mal wach ist, so sagt sie sich, kann sie auch einen Schneemann bauen. Noch während sie ihre erste Kugel rollt, trifft sie auf Hase, eine äußerst mürrischen Waldbewohner. Der schenkt Bär nicht nur die schrumpeligste, schlabberigste, gammligste Möhre von allen, sondern scheint auch noch etwas über den Diebstahl in Bärs Höhle zu wissen.

“Rotzhase & Schnarchnase: Möhrenklau im Bärenbau” erzählt eine turbulent fröhliche Wintergeschichte über die Begegnung zwischen einer gemütlichen Frohnatur und einem diebischen Griesgram. Das gutgläubige Naturell der Bärin und ihre Fragerei verwirren den Hasen so sehr, dass ihm alsbald Wörter in den Sinn kommen, die er sonst nie benutzt. “Sch… Schhhh… Spaß?” Aber ja, vielleicht würde es Spaß machen, einen eigenen Schneemann zu bauen, der noch größer ist als der des Bären. Doch entgegen aller Konkurrenz, auf die Bär nicht eingehen mag, merkt Hase bald, dass ein Leben ohne Freunde nicht nur einsam ist, sondern auch ziemlich gefährlich werden kann. Vor allem, wenn sich ein Wolf heranpirscht, dem der Magen knurrt.

Kleinformatig und handlich, passt das Buch in jeden Kinderrucksack oder Mamas Handtasche. Die feine Geschichte – zum Vorlesen oder Selberlesen – ist daher ein kurzweiliger Zeitvertreib für unterwegs. Wir haben das Abenteuer von Rotzhase und Schnarchnase übrigens im Vorzimmer des Kinderarztes verschlungen. “Möhrenklau im Bärenbau” schmälerte uns nicht nur die Wartezeit. Wir wurden so köstlich unterhalten, dass das große Kind zeitweise Fieber und Husten vergaß.

Die Zeichnungen von Jim Field, der uns schon mit “Der Löwe in dir“* und “Trau dich, Koalabär“* (beide Magellan Verlag) begeisterte, geben die Winterstimmung im Wald hervorragend wieder. Die Farbwahl ist reduziert und die wintertriste Tonwahl aus Schwarz, Grau und Weiß wird von einem leuchtenden Eisblau umschmeichelt.

Die Bärin, deren pausbäckiges Pelzgesicht stets eine gutmütige Miene ziert, trotzt dem drolligen Miesepeter, der seine eigenen Kötel essen muss, aber heimlich von Lachs und Honig träumt, und überredet ihn schließlich zu einem wunderbar spaßigen Abenteuer, aus dem eine Freundschaft wächst, welche sogar einen Diebstahl verzeiht. Rotzhase und Schnarchnase sind zwei fabelhafte Entertainer, die uns gerne öfter verzaubern dürfen.

Du möchtest Rotzhase und Schnarchnase auf ihrem ersten Abenteuer begleiten?

Hier kannst du den liebenswert schrulligen Bär und den Griesgram-Hasen in ihrem Wald besuchen*.

Informationen zum Kinderbuch:

Rotzhase & Schnarchnase: Möhrenklau im Bärenbau
Julian Gough (Autor), Jim Field (Illustrator)
Magellan Verlag

empfohlenes Lesealter ab 6 Jahren
Hardcover, 112 Seiten
ISBN: 978-3-7348-2820-1
Preis: 12,00 Euro

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KURZBIO’S

Der 1966 geborene Julian Gough studierte Englisch und Philosophie in Galway. Er war Mitglied der irischen Band Toasted Heretic, ehe er sich dem Schreiben widmete. 2007 gewann er den BBC National Short Story Award für seine Kurzgeschichte “The Orphan and the Mob”. Heute lebt er vorzugsweise in Berlin, trinkt Kaffee, schläft spät und stiehlt Schweine. Hier könnt ihr Julian auf seiner Webseite besuchen.

Der aus Südengland stammende Illustrator Jim Field studierte an der Hull School of Art and Design. 2011 gewann er den Booktrust Roald Dahl Funny Prize. Etliche weitere preisgekrönte Publikationen folgten. Heute lebt Jim mit Frau, Tochter und Katze in Paris. Hier könnt ihr ihn auf seiner Webseite besuchen.

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