Mama und der verhexte Spiegel – Ein Bilderbuch über Depression

Eine Depression kann jeden treffen. Vor allem aber die Mütter. Sie haben ein noch höheres Risiko an einer Depression zu erkranken als die sogenannten Top-Manager. Die Mütter sind es, die versuchen, das Familienleben im Alltag auf Kurs zu halten, mit Vereinbarkeiten jonglieren und sich zugleich einem enorm hohen Erwartungsdruck ausgesetzt fühlen. Die erschöpfende Rotation im Hamsterrad, herausfordernde Veränderung, Vergleichsdenken oder das Wegbrechen von bisher schützenden Faktoren sind Risikofaktoren, welche die psychische wie auch physische Gesundheit der Frau angreifen.

Brigitte Endres hat sich dieser schwierigen Thematik angenommen, um sie zu kindgerecht aufzuarbeiten. “Mama und der verhexte Spiegel” erzählt von der Ohnmacht in Familien, wenn die Seele weint. Zugleich will die Autorin mit ihrem Buch Mut machen, sich Hilfe zu holen. Und sie möchte Zuversicht schenken, dass er wieder kommen wird, jener Tag, an dem sich der graue Schleier hebt.

In “Mama und der verhexte Spiegel” erlebt ein Kind, wie die Depression die Mutter verändert und damit auch den kompletten Familienalltag. Timmys Mutter liegt nur noch im Bett, zu müde und zu traurig, um aufzustehen. Der Vater ist auf Geschäftsreise, nur die Großmutter ist präsent. Sie ist es auch, die dem Kind den Zustand der Mutter zu erklären versucht. Timmy erzählt sie ein Märchen von einer Hexe, die den Menschen das Glück neidet. Die Scherben ihres Zauberspiegels haben sich überall auf der Welt verteilt, um den Blick zu trüben.

Hier wird eine Allegorie verwendet, um die Krankheit Depression besser verständlich zu machen und vor allem den Kindern das Schuldgefühl zu nehmen. In der Geschichte “Mama und der verhexte Spiegel” glaubt Timmy an die Zusammenhänge zwischen seinen Verhalten und der Depression der Mutter. Eine unglaubliche Last ist das und die sollte kein Kind tragen müssen.

© aracari Verlag

Brigitte Endres appelliert in ihrem Buch an den Mut der Betroffenen, sich Hilfe zu holen und sich nicht dafür schämen zu müssen. Eine Depression ist eine Krankheit, eine, die man inzwischen sehr gut behandeln kann. In “Mama und der verhexte Spiegel” entscheidet sich die Mutter schließlich, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. Ein starker Schritt und eine tapfere Entscheidung.

© aracari Verlag

Mit “Mama und der verhexte Spiegel” hat Brigitte Endres eine Geschichte geschaffen, welche im Zusammenspiel mit der sensiblen Bebilderung von Anna Karina Birkenstock, ein Verständnis für an Depressionen erkrankte Menschen, vor allem für die Mütter schafft. Seien wir achtsam mit uns selbst und im Umgang miteinander. Eine klare Empfehlung für betroffene Familien und für die pädagogische Arbeit.

Ich freue mich sehr, dass der aracari Verlag dieses wichtige Buch dem Bücherrucksack spendiert. Danke dafür!


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Informationen zum Kinderbuch:


Mama und der verhexte Spiegel – Ein Bilderbuch über Depression
Brigitte Endres (Text), Anna Karina Birkenstock (Bild)
aracari Verlag

empfohlenes Lesealter ab 4 Jahren


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