Jori – Das Schweinchen ohne Ringelschwanz

In einer oft gefilterten, retuschierten Welt, in der hoch gesteckte Normen über Schönheit und Ästhetik bestimmen wollen, fällt es manchmal ganz schön schwer, seinen eigenen, wunderbaren Wert anzuerkennen. So ähnlich geht es auch Jori, der an Maßstäben knabbert und versucht, sich zurecht zu feilen. Dem kleinen Schwein fehlt der Ringelschwanz und nun glaubt er mit einer heftigen Traurigkeit, kein echtes Schwein zu sein. Doch ist das wirklich wahr?

In Jori bebt die Verzweiflung. Denn im Gegensatz zu seinen Geschwistern ist er ein Ferkel ohne Ringelschwanz. Um Jori zu trösten, versucht der gesamte Bauernhof, den Schweineschwanz zum Ringeln zu überreden – mit Knoten, Klammer, Lockenwickler. Alles mit mäßigem Erfolg. Die dicken Tränen, die aus den Schweineaugen kullern, weiß nur die Taube zu trocknen. Die schenkt dem Ferkel nicht nur ein Taschentuch, sondern öffnet mit ihren unterschiedlich großen Flügen auch die Tür in Richtung Selbstannahme. Plötzlich darf Jori erkennen, dass auf dem Bauernhof überall Tiere leben, die nicht so richtig in alte, verklemmte Schubladen passen wollen.

Anders zu sein, darf sich nicht falsch anfühlen. Das verkünden Damaris Schwarzrock und Esther Schmidt auf eine entschlossene und aufmunternde Weise in ihrer Geschichte um Ferkel Jori und servieren eine kunterbunt, fröhlich bebilderte Anleitung zur Selbstliebe. „Das Schweinchen ohne Ringelschwanz“ feiert die Individualität sehr ausgelassen und verweist damit äußerst klug auf eine schöpferische Vielfalt. Ein zuversichtliches Buch, das Gedankenmuster ausradiert und aus Vorurteilsschranken Brücken baut.


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Informationen zum Kinderbuch:


Jori – Das Schweinchen ohne Ringelschwanz
Damaris Schwarzrock, Esther Schmidt (Illustr.)
SCM Verlag

empfohlenes Lesealter ab 3 Jahren


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