Der Fischer und seine Frau

Was macht unstillbare Gier aus uns? Wie viel brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Und wächst Zufriedenheit tatsächlich aus dem Immermehr der Dinge? Diese Fragen greift das Grimmsche Märchen “Der Fischer und seine Frau” auf. Seine zeitlose Botschaft präsentiert Dan Wiener im gleichnamigen Buch nun auf moderne Weise. Einen kunstvollen Rahmen gibt es ebenfalls zu bestaunen.

Träge hocken der Fischer und seine Frau tagein tagaus vor ihrer kargen Hütte. Sie können nichts mit dem Leben und erst Recht nicht miteinander etwas Gutes anfangen. Dann wird ein Fisch für die beiden zum Sprungbrett in Richtung Glück. Doch welcher Wunsch ist der richtige, um sich innerlich frei zu fühlen? Weder Ilse Bilse noch ihr Mann wissen letztlich, was ein gutes Leben ausmacht. Die Unersättlichkeit wird zum Fass ohne Boden, das beide wieder in ihre emotionale Einöde zurückkatapultiert.

“Der Fischer und seine Frau”, erschienen im Baeschlin Verlag, erhält einen brandneuen Anstich. Wohin der Abwärtsstrudel einer unstillbaren Gier führt, zeigt der Künstler Andrey Fedorchenko mit intensiven Bildern. Geschickt stellt er der Mimik der Protagonisten, ihrer Langeweile, der Unlust und fehlenden Lebensfreude die Allmacht der Natur gegenüber. Im Wachsen der Wünsche und Eitelkeiten braut sich ein Sturm über dem Wasser zusammen. Kein Mensch sollte über alle Geschicke der ganzen Welt bestimmen, wird so gemahnt.

Märchenhaft dramatisch kommt “Der Fischer und seine Frau” daher und ist zugleich Schaufenster für eine ermüdete, ziellose Konsumgesellschaft der Gegenwart. Ein scharfsinniges Buch, das zum Diskutieren anregen möchte.


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Informationen zum Kinderbuch:


Der Fischer und seine Frau
von Dan Wiener (Autor), Andrey Fedorchenko (Illustrator)
Baeschlin

empfohlenes Lesealter ab 5 Jahren


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2 Replies to “Der Fischer und seine Frau

  1. Ist das nicht ein altes Märchen? Ich meine, mich aus meiner Kindheit daran zu erinnern. Anscheinend ist das ein ewig aktuelles Thema. Wir Menschen haben uns anscheinend nicht so weit entwickelt, jedenfalls nicht von den inneren Werten her. Aber vielen Leuten gehen jetzt die Augen auf für das, was wirklich wichtig ist im Leben, das gibt neue Hoffnung.

    1. Man lernt wohl wirklich nur aus eigener Erfahrung. Alles andere kann aber ein guter Leitfaden sein. Ja, das Märchen ist von den Gebrüdern Grimm.

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