Berti und seine Brüder – Die Schokoladenkugel des Bösen (Blogparade)

Wikinger mit Engelshaar. Manchmal freundlich gestimmt, doch viel öfter schreckliche Rabauken mit jeder Menge Flausen im Kopf. Das sind Bertis ältere Brüder. Und davon hat er gleich drei. Harald, Sture und Erik. Mit ihnen unter einem Dach zu hausen, ist selten leicht, obwohl sich Berti eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als endlich zum Club der Superbrüder dazuzugehören. Als sich die Wikinger eines Tages in kriminelle Superhelden verwandeln, Mama sich im Arbeitszimmer verbarrikadiert und Papa die Bande nur noch mit Süßkram und Chips verköstigt, bricht ein Chaos aus, welches nur der Kleinste bändigen kann…

Da hängt sie. Die größte Schokoladenkugel der Welt, verpackt in glitzernde Goldfolie. Wer könnte dieser mächtigen Riesenpraline widerstehen, welche da in Kartruds Schaufenster funkelt? Harald, Sture und Erik jedenfalls nicht. Sie schmieden aberwitzige Pläne, um die Schokolade aus dem Süßigkeitengeschäft zu stehlen – allerdings mit mäßigen Erfolg und oft gefährlichen Stolperfallen. Nun liegt es in Bertis Händen die Geschwister aus dem Schlamassel zu befreien. Dabei kann er endlich einmal beweisen, dass auch im jüngsten Bruder Superkräfte stecken…

Kleine Katastrophen gemeinsam ausstehen, das schweißt zusammen, was ohnehin zusammengehört. Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz erzählen in “Berti und seine Brüder – Die Schokoladenkugel des Bösen” auf absolut humorvolle Weise vom mächtigen Band, das Geschwister vereint. Liebenswert schräge Illustrationen, angefüllt mit herrlichstem Mienenspiel, steuert Nikolai Renger bei.

Der Ursprung der Superpower

Beim Lesen stellte sich mir immer wieder die Frage, was macht ihn denn nun aus den Supermenschen, den kleinen wie den großen. Und brauchen Superhelden überhaupt einen Umhang? “Auf jeden Fall!”, verkünden meine Jungs. “Und noch ein Superarmband, einen Supergürtel, ein Superauto …”

Ganz gewiss, eine coole Kostümierung verleiht bestimmt mehr Entschlossenheit, Mut und Durchsetzungsvermögen. Aber sind einzig durch Superumhang und Superbrille Heldentaten möglich?

Der Antrieb schlägt unter allen Masken. Wir erleben es in Berti, dem Kleinsten in der Geschichte. Er ist es, der zur Rettung der Brüder eilt. Unkostümiert, ein ganz normaler Junge. Immer wieder stürmt er herbei, um Wunder zu vollbringen, nämlich um die viel größeren Kerle zu retten. Er ist der kreative Denker, der sich so sehr nach Gemeinschaft sehnt. Berti besitzt sie ganz bestimmt, die Superpower Herzkraft.

Egal, wie klein du bist, deine Herzlichkeit macht dich zum Riesen. Tun wir Dinge mit dem Herzen, dann ist alles möglich. Zum Beispiel über sich hinauszuwachsen, um die besten Brüder aus einem Kellerverlies zu befreien, vor fiesen Hunden oder einer skrupellose Erpresserinnen zu retten – und im Nachgang mit den Großen die vermeintliche Schokoladenkugel des Bösen zu teilen. Dies alles gelingt ohnegleichen dank der mächtigsten Waffe eines echten Superhelden: der Kraft des Herzens.

Die Blogparade wurde ganz wunderbar von Janet von Kinderbuchlesen.de unter dem Motto „Familiensuperbande – Superfamilienbande“ initiiert. Hier findet ihr alle Infos und Beiträge.

Der Oetinger Verlag stellt dem Leseförderprojekt Bücherrucksack drei weitere Exemplare von “Berti und seine Brüder – Die Schokoladenkugel des Bösen” zur Verfügung. Für diese Superbücher sage ich ganz herzlich Dankeschön.

3 Replies to “Berti und seine Brüder – Die Schokoladenkugel des Bösen (Blogparade)

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